Ausbildung oder Quereinstieg? Zwei Wege, ein Ziel: der Bahnbau

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Titelbild Ausbildung oder Quereinstieg
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01. September 2026, 12:53 Uhr

Artikel: Ausbildung oder Quereinstieg? Zwei Wege, ein Ziel: der Bahnbau

Ausbildung oder Quereinstieg – was passt zu Dir? Im Bahnbau führen beide Wege zum Ziel. Wir zeigen Dir die Unterschiede, damit Du Deinen eigenen Weg findest.

Du möchtest im Bahnbau arbeiten, bist aber unsicher, ob dafür eine Ausbildung erforderlich ist oder ob es auch andere Wege in die Branche gibt?

Die gute Nachricht zuerst: Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg. Im Bahnbau arbeiten Menschen mit den verschiedensten Hintergründen. Manche haben gerade erst ihren Abschluss gemacht, andere haben vielleicht schon etwas mehr Berufserfahrung, aber aus einem ganz anderen Bereich. Dennoch führen beide Wege ans Ziel. Wir zeigen Dir, worin sie sich unterscheiden, und helfen Dir dabei, den passenden Weg für Dich zu finden.  

Weg 1: Die „klassische“ Ausbildung 

Wer sich für die Ausbildung entscheidet, der startet erstmal ganz von vorne. Hier lernst Du das benötigte Fachwissen über eine Dauer von zwei bis drei Jahren, je nach Fachgebiet. Dein Ausbildungsbetrieb stellt hier Deine Homebase dar. Dort lernst Du alle praktischen Fertigkeiten, die Dich zu einem echten Profi machen. Was der Betrieb nicht abdecken kann, das übernimmt das überbetriebliche Ausbildungszentrum, in dem Du gezielt weitergebildet wirst. Und, last but not least, gehört natürlich auch die Berufsschule dazu, denn das Wissen von dort macht Dich am Ende noch stärker.  

Das Schöne an diesem Weg ist, dass Du nicht schon alles können musst, wenn du damit anfängst. Ein Hauptschulabschluss reicht in der Regel vollkommen aus, um direkt loszulegen. Auch finanziell brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen, denn Azubis im Bahnbau gehören zu den bestbezahlten Auszubildenden in Deutschland. Dein Gehalt steigt mit jedem Lehrjahr, und selbst wenn Dein Betrieb nicht tariflich gebunden ist, ist deine Vergütung gesetzlich geschützt.  

Dieser Weg passt gut zu Dir, wenn Du gerade die Schule beendet hast (oder bald beendest) oder Du Dir lieber zuerst eine solide Grundlage aufbauen möchtest und wenn Dir ein strukturierter Lernprozess mehr liegt als der Sprung ins kalte Wasser. 

Weg 2: Der Quereinstieg  

Etwas anders sieht der Weg in den Bahnbau aus, wenn Du schon mit beiden Beinen im Berufsleben stehst (vielleicht in einer verwandten Industrie, oder aber auch ganz woanders) und keine Lust hast, noch einmal von ganz vorne zu beginnen. Wenn Du dich entscheidest quer einzusteigen, dann startest Du direkt in den neuen Job, während Du parallel ausgebildet wirst. Dies passiert in der Regel praxisnah und berufsbegleitend, anstatt in einer klassischen, mehrjährigen Ausbildung.  

Der große Vorteil dieses Weges ist, dass alles zählt, was Du bisher gelernt hast. Dazu gehören technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, die Fähigkeit gut im Team zu arbeiten und anzupacken, und viel mehr. All das bringst Du bereits mit in eine Branche, die damit etwas anfangen kann.  

Viele Unternehmen haben inzwischen eigene, verkürzte Ausbildungsprogramme speziell für Quereinsteiger:innen entwickelt, damit der Umstieg nicht an fehlender Vorerfahrung in der Bahnbranche scheitert. Außerdem verdienst Du auf diesem Weg auch von Anfang an ein reguläres Gehalt anstatt einer Ausbildungsvergütung.  

Dieser Weg passt gut zu Dir, wenn Du bereits eine handwerkliche oder technische Ausbildung hast, aber ein Neuling in der Bahnbranche bist. Wenn du Lust auf einen Tapetenwechsel hast, aber mit der Ausbildung nicht noch einmal ganz von vorne beginnen möchtest. Und, wenn Du grundsätzlich eher der praktische Typ bist, der lieber direkt loslegt, anstatt lange zu planen.  

Und wenn ich mir immer noch nicht sicher bin?  

Keine Sorge! Es gibt weder ein Richtig noch ein Falsch. Beide Wege bringen Dich ans Ziel, nämlich in einen Job, in dem Du dringend gebraucht wirst und der etwas bewegt. Die Infrastruktur von morgen baut sich nicht allein, und dafür braucht es sowohl Menschen, die neu einsteigen, als auch solche, die bereits wissen, wie man anpackt.  

Kurz zusammengefasst:  

 Ausbildung Quereinstieg
Für wen?Schulabgänger:innen, Einsteiger:innen Berufserfahrene aus verwandten Bereichen
DauerMeist 2-3 Jahre  Variabel, oft kürzere Qualifizierung
GehaltAusbildungsvergütung, gesetzlich geschützt Direktes Gehalt möglich 
Vorwissen nötig?Nein, Hauptschulabschluss reicht  Ja, handwerklich/technisch hilfreich

 

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